Unsere redaktionellen Standards

Diese Regeln muss jede Geschichte bei AutoPresse erfüllen, bevor sie erscheint. Sie gelten für alle Ressorts, alle Formate und alle Autoren.

Quellen: die Zwei-Quellen-Regel

Kernaussagen brauchen mindestens zwei unabhängige Quellen. Eine Kernaussage ist jede Angabe, auf der die Geschichte im Wesentlichen beruht – eine Zahl, eine Entscheidung, ein strategischer Schritt, ein Zeitplan. „Unabhängig“ heißt: Die Quellen geben nicht bloß denselben Ursprung wieder. Eine Pressemitteilung und ein Fachmedium, das sie zitiert, zählen als eine Quelle, nicht als zwei.

Geschichten mit nur einer Quelle sind möglich, müssen aber vor der Veröffentlichung der Ressortleitung gemeldet werden, und die Unsicherheit muss im Text sichtbar sein. Anonyme Quellen brauchen die Freigabe der Redaktionsleitung und müssen etwas beitragen, das keine namentliche Quelle liefern könnte.

Trennung von Nachricht, Analyse und Meinung

Leserinnen und Leser müssen immer wissen, welche Art Text sie lesen:

  • Nachricht berichtet, was passiert ist, auf Grundlage überprüfbarer Fakten.
  • Analyse ordnet ein und erklärt Zusammenhänge – und ist klar als Analyse gekennzeichnet.
  • Meinung vertritt namentlich eine Sicht und gibt die eigene Position nie als Tatsache aus.

Die drei Formate sind auf jeder Seite optisch unterscheidbar. Eine Geschichte wechselt nach der Veröffentlichung nicht ohne sichtbaren Hinweis die Kategorie.

Genauigkeit

Zahlen, Namen, Titel und Daten werden vor der Veröffentlichung geprüft – auch in Überschriften. Wenn wir Daten veröffentlichen, nennen wir ihre Quelle und ihren Bezugszeitraum. Wir korrigieren schnell und sichtbar; siehe unsere Korrekturrichtlinie.

Aktualität

Wir veröffentlichen wesentliche Entwicklungen, sobald sie geprüft sind – nicht dann, wenn es dem Nachrichtenzyklus am besten passt. Genau dafür gibt es unsere Datenbeobachtung rund um die Uhr: damit bedeutende Marktbewegungen berichtet werden, solange sie aktuell sind. Schnell heißt nie schlampig: Tempo setzt die Zwei-Quellen-Regel nie außer Kraft.

Transparenz bei Aktualisierungen

Wird ein veröffentlichter Beitrag wesentlich aktualisiert, setzen wir oben im Artikel einen sichtbaren Hinweis, was sich wann geändert hat. Kleine sprachliche Korrekturen werden in unserem Transparenzprotokoll festgehalten, ohne dass der Originaltext stillschweigend verändert wird.

Unternehmenskommunikation

Pressemitteilungen und Unternehmensmeldungen sind willkommene Ausgangspunkte für Recherche – nie fertige Geschichten. Beruht ein Beitrag überwiegend auf der Kommunikation eines Unternehmens, sagen wir das im Artikel ausdrücklich. Unternehmen können Platzierungen in klar gekennzeichneten Formaten kaufen – eine normale Nachricht können sie nie kaufen.

Unabhängigkeit

In unseren Nachrichtenressorts verkaufen wir keine bezahlten redaktionellen Platzierungen. Der Vertrieb arbeitet über media@, die Redaktion über desk@ – und beide bleiben getrennt. Kein Werbekunde, Partner oder Investor hat ein Vetorecht über das, was wir veröffentlichen. Interessenkonflikte melden Redakteure der Ressortleitung, bevor eine Geschichte erscheint.

KI-gestützter Journalismus

Wo künstliche Intelligenz unsere Arbeit unterstützt – Recherche, Entwürfe, Übersetzung, Datenaufbereitung –, legen wir das gemäß unserer KI-Richtlinie offen, und jeder KI-gestützte Inhalt durchläuft vor der Veröffentlichung eine verpflichtende Prüfung durch Menschen.

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