Ein österreichischer Materialdurchbruch könnte die Versorgungsmischung für deutsche und österreichische Automobilhersteller verändern: Die neue Legierung CrossAlloy®.57 von AMAG Austria Metall erhielt den ALUMINIUM Innovation Award in der Kategorie Technology & Product Innovation — eine Auszeichnung, die das Potenzial des Werkstoffs für leichte Strukturbauteile in Fahrzeugen und anderen Transportanwendungen unterstreicht. Das ist relevant für OEMs, Zulieferer und Werkstätten in Deutschland und Österreich, weil die Legierung eine Kombination aus Festigkeit, Umformbarkeit und höherem Rezyklatanteil verspricht und sich laut AMAG auf existierender Walztechnik produzieren lässt.

Was AMAG bekannt gab

AMAG erklärt, CrossAlloy®.57 „vereine die Eigenschaften mehrerer Legierungsfamilien“, um hohe Festigkeit zusammen mit guter Umformbarkeit, Schweißbarkeit und Korrosionsbeständigkeit anzubieten. Das Unternehmen entwickelte die Legierung am Standort Ranshofen in Oberösterreich und berichtet, dass sie als Band, Blech und Platte auf vorhandenen industriellen Anlagen hergestellt werden kann; Prototypkomponenten wurden bereits in der Automobil- und Transportbranche getestet. AMAG-CEO Victor Breguncci bezeichnete die Auszeichnung als Anerkennung der geleisteten Arbeit und sagte, die nächste Priorität des Unternehmens sei die vorangetriebene Industrialisierung.

Die Auszeichnung wurde im Rahmen der ersten ALUMINIUM Innovation Awards auf der ALUMINIUM-Messe in Düsseldorf verliehen; die Zeremonie fand am 7. Oktober statt und die Awards zählten laut Veranstaltern mehr als 70 Einreichungen und über 9.700 öffentliche Stimmen. AMAGs Einreichung war der Gewinner in der Kategorie Technology & Product Innovation.

Technische und industrielle Fakten

Nach den öffentlich verfügbaren Informationen von AMAG zeichnet sich CrossAlloy®.57 dadurch aus, dass es Leistungsmerkmale vereint, die typischerweise in verschiedenen Legierungsfamilien vorkommen (insbesondere den Serien 5xxx und 7xxx), und dass es darauf ausgelegt ist, einen höheren Anteil an recyceltem Aluminiumschrott aufzunehmen, ohne mechanische Eigenschaften einzubüßen. AMAG betont, dass die Legierung für die industrielle Anwendbarkeit konzipiert wurde — also die Produktion auf Standardwalzlinien — was den Weg von der Entwicklung zur Serienverwendung verkürzt.