BMW gab am 2. November 2026 bekannt, dass das Unternehmen ab 2027 navigationsgeführtes, teilautomatisiertes Fahren auf Stadtstraßen einführen wird, zunächst in Deutschland. Das System unterstützt bei Abbiegevorgängen, Spurwechseln in der Stadt, Vorfahrtsituationen und dem Durchfahren von Kreisverkehren – und wird vielen Kundinnen und Kunden per Over‑the‑Air‑Softwareupdate bereitgestellt. Dieser Schritt ist für Fahrer, Flotten und Händler in Deutschland und Österreich bedeutsam, weil er Autobahn-, Landstraßen‑ und Stadtverkehr zu einer navigationsgesteuerten, assistierten Fahrt zusammenführt – auch bei Fahrzeugen, die bereits in Ausstellungsräumen stehen oder auf der Straße unterwegs sind.
Wie das System funktioniert
BMW beschreibt die Funktionen als SAE Level‑2, was bedeutet, dass die Fahrerin oder der Fahrer weiterhin verantwortlich bleibt und aufmerksam sein muss; ein Innenraum‑Überwachungssystem überprüft die Aufmerksamkeit der Fahrperson. Die neue Fähigkeit nutzt „BMW Maps with Driver Assistance“, um Routenführung, Fahrzeugwahrnehmung und Assistenzstatus in einer einzigen 3D‑Darstellung auf dem Zentralbildschirm zu vereinen. BMW bezeichnet die kooperative Interaktion zwischen menschlichen Eingaben und der Assistenzsoftware als „BMW Symbiotic Drive.“ BMW erklärt, dass die erforderliche Hardware bereits serienmäßig im neuen iX3 und iX4 sowie in allen Modellvarianten des X5, der 3er‑Reihe und der 7er‑Reihe verbaut ist, sodass Eigentümer dieser Fahrzeuge viele der Funktionen nach dem Kauf aktivieren können.
Regulatorische Details und Rollout
BMW teilt mit, dass die technischen Prüfungen, die für die Typgenehmigung nach der aktualisierten UNECE‑Regelung Nr. 171 (DCAS Serie 2) erforderlich sind, im realen Verkehr von einem unabhängigen technischen Dienst erfolgreich abgeschlossen wurden; die offizielle Bestätigung wird Anfang 2027 erwartet. Das Unternehmen betont, dass der Rollout 2027 in Deutschland beginnen wird und andere Länder schrittweise folgen; genaue Markteinführungsdaten und Länderverfügbarkeiten werden später bekanntgegeben. Funktionen werden per Software‑Updates an Fahrzeuge ausgeliefert, die bereits über die notwendigen Sensoren und Rechner verfügen.



