Fahrer in Deutschland und Österreich erlebten im Oktober einen schmerzhaften Realitätscheck: Trotz nationaler Steuersenkungen zur Senkung der Kraftstoffpreise fiel Super (E10/Super) etwa im Einklang mit der Entlastung, während Diesel deutlich weniger profitierte. Das ist relevant für Pendler, Fuhrparks und Tankstellen — Diesel bleibt im Verhältnis zu Super ungewöhnlich teuer, gerade jetzt, wo die Heizsaison die Destillatmärkte belastet.

Was die Zahlen zeigen

Der deutsche Automobilclub ADAC berichtet, dass die monatlichen Durchschnittspreise im Oktober nach der bundesweiten Senkung der Energiesteuer, die am 1. Oktober 2026 in Kraft trat, deutlich gegenüber September fielen. Im monatlichen ADAC‑Bericht für Oktober lag Super E10 im Durchschnitt bei 2,114 € pro Liter — rund 15,2 Cent günstiger als im Vormonat — während Diesel bei 2,261 € im Mittel lag, ein Rückgang um 12,5 Cent im Monatsverlauf. Der ADAC stellt fest, dass die Benzin‑Entlastung weitgehend an der Zapfsäule weitergegeben wurde, die Diesel‑Senkung jedoch nur teilweise an die Verbraucher weitergereicht wurde.

Betrachtet man einen kürzeren Zeithorizont, verzeichnete ADACs Wochenbericht für den Zeitraum 19.–26. Oktober gegenläufige Kurzfristbewegungen: Super E10 fiel wöchentlich um 2,6 Cent auf 2,084 €, während Diesel um 3,4 Cent auf 2,289 € stieg — eine Divergenz, die der ADAC mit steigenden Rohölpreisen und einem angespannten Diesel/Heizöl‑Markt verbindet. Die Wochenwerte zeigen, dass Diesel Ende Oktober mehr als 20 Cent über Super gehandelt wurde.

Offizielle wöchentliche EU‑Daten, zusammengefasst von fuel‑prices.eu, bestätigen, dass die nationalen Durchschnitte Deutschlands in der Woche des 26. Oktober zu den höchsten des Jahres gehörten: Das Bulletin gab Diesel mit 2,298 € und Super mit 2,167 € pro Liter an (Woche des 26. Okt.). Die Seite weist außerdem darauf hin, dass die Energiesteuersenkung im Oktober (14,04 ct pro Liter; rund 16,7 ct einschließlich Mehrwertsteuer) vom 1. Oktober bis 31. Dezember 2026 galt.

Österreich: dasselbe Muster — aber größere Diesel‑Lücke