Volkswagen Group Logistics, Deutsche Telekom, das finnische Softwareunternehmen Unikie und das Bremer Institut für Produktion und Logistik (BIBA) haben das zweijährige, bundesgeförderte Innovationsprojekt AutoLog am Emder Hafen abgeschlossen. Der Pilot demonstrierte automatisierte, fahrerlose Bewegungen von Autos über ein betriebliches Auto‑Terminal‑Testareal mithilfe einer öffentlichen 5G‑Verbindung und Edge‑Computing, ein Schritt, der laut Volkswagen die Fahrzeugabwicklung an Häfen „flexibler, sicherer und nachhaltiger“ machen könnte.

Was der Pilot tatsächlich getestet hat

Das Projekt richtete eine dedizierte Testzone auf dem Emder Terminal ein, die ein- und ausgehende Fahrzeugströme, Parkspuren und einen stark frequentierten Kreisverkehr simulierte. Sensoren erstellten eine digitale Karte des Areals, während Unikies Einweisungs‑/Steuerungssoftware die Fahrzeugbewegungen koordinierte; die Kommunikation basierte auf der öffentlichen 5G‑Netzinfrastruktur der Deutschen Telekom, ergänzt durch Edge‑Dienste. Die Partner geben an, dass der Test untersuchte, wie automatisierte Fahrzeuge unter realen Logistikbedingungen mit manuell gefahrenen Autos und Fußgängern interagieren.

Volkswagen hob die strategische Dimension der Versuche hervor: Die Gruppe verschifft etwa 2,4 Millionen Fahrzeuge pro Jahr von mehr als 40 Häfen, und Emden behandelte fast 1,2 Millionen VW‑Group‑Fahrzeuge im Jahr 2025 – was den Standort zu einem logischen Prüfstand für Terminalautomatisierung macht. Das AutoLog‑Projekt wurde vom Bundesministerium für Verkehr (BMV) gefördert.

Wie die Technologie mit Schiene und Binnendienstlogistik verknüpft ist

Parallel zu den Hafenversuchen berichteten die Partner von verwandten Tests an weiteren Standorten der Gruppe: Am Audi‑Werk in Ingolstadt testeten sie automatisierte Positionierungsverfahren zum Beladen von Wagen der Eisenbahn — wodurch die AutoLog‑Erkenntnisse über Seehäfen hinaus auf das Schienenbeladen ausgeweitet werden, ein wichtiger Baustein für die intermodalen Fahrzeugketten in Deutschland und Österreich. Die Partner sagen, die kombinierten Ergebnisse lieferten einen breiteren Überblick darüber, wie automatisierte Fahrzeugabwicklung in bestehende Terminal‑ und Schienenabläufe integriert werden könnte.