Audi teilte diese Woche Investoren und dem Markt mit, dass das Unternehmen Kostensenkungen beschleunigen und Investitionen fokussieren müsse – und strich deshalb seine Jahresprognose für 2026 –, zugleich bringt die Marke zwei strategische neue Modelle, die für Käufer und Werkstätten in Deutschland und Österreich wichtig sein werden.
Fakten: Ergebnisse, Prognose und neue Modelle
In einer Medienmitteilung vom 30. Oktober 2026 meldete Audi für Januar–September einen Umsatz von €42,1 Milliarden, ein operatives Ergebnis von €1,15 Milliarden und eine operative Marge von 2,7 %. Das Unternehmen kürzte seine Prognose für 2026 auf €55–59 Milliarden Umsatz und eine operative Marge von 3–5 %. Audi erklärte, dass die weltweiten Markenlieferungen (Januar–September) gesunken seien, während die BEV‑Volumina insgesamt auf 143.748 zurückgingen – obwohl die BEV‑Auslieferungen in Deutschland stark zunahmen (+39,1 %) und in China deutlich stiegen (+84,7 %).
Zugleich bestätigte Audi den kurzfristigen Produktfahrplan, der den Erholungsplan stützt: Der große Q9 SUV soll Anfang November kommen und der kompakte, vollelektrische A2 e‑tron erreicht die europäischen Händler im Dezember 2026. Audi betonte, dass der A2 in Ingolstadt gebaut wird und als besonders effizienter europäischer Kompakt‑EV positioniert ist, mit drei Batteriekapazitäten (52 / 61 / 84 kWh brutto), einer WLTP‑Spitzreichweite von bis zu 646 km und einem Best‑Case‑WLTP‑Verbrauch von 12,8 kWh/100 km für die 140 kW Effizienz‑Variante; der deutsche Einstiegspreis für den Basis‑A2 liegt bei €38.200.
Warum Audi den Kurs ändert
Audi führte die Verschlechterung im dritten Quartal – insbesondere Schwäche in China bei Verbrenner‑Modellen, härtere Preiskonkurrenz und höhere Energiekosten im Zusammenhang mit geopolitischer Unsicherheit – als Treiber der Prognoseanpassung an. Das Management erklärte, man werde Kostensenkungen und Komplexitätsreduktionen intensivieren und gleichzeitig gezielt in Software, Fahrerassistenzsysteme und Wachstumsregionen investieren, einschließlich Plänen für lokale Produktion in den Vereinigten Staaten.



